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    Bundesverkehrsminister nimmt ''Kampfradler'' ins Visier

    Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CDU) nimmt die eigens betitelten ''Kampfradler'' ins Visier und lässt somit eine Diskussion zwischen Autofahrern und Fahrradfahrern ausbrechen.

    Peter Ramsauer habe vermehrt beobachtet, wie Fahrradfahrer vor den Augen der Polizei rote Ampeln überfahren und sich auch sonst nicht an die Verkehrsregeln halten würden. Ramsauer verlangt von der Polizei nun ein konsequenteres Vorgehen gegen ''Fahrradrowdys''. In den Augen des Bundesverkehrsministers sind die Beamten der Polizei einfach überfordert, um den Kampfradlern endlich einmal Einhalt gebieten zu können.
     
    Die Aussage des Bundesverkehrsministers stößt auf verschiedene Meinungsäußerungen. Viele Fahrradfahrer überfahren rote Ampeln, würden sich zuvor aber umsehen und den Verkehr prüfen. In der Regel würde niemand dadurch gefährdet werden und ein Fahrradfahrer sofort zu einem Kampfradler oder Fahrradrowdy mutieren. Dieses Verkehrsdelikt wird bei Autofahrern so gut wie nie begangen, dennoch kommt es unter Autofahrern zu erhöhten Geschwindigkeiten und der Mistachtung von vorrangigen Zebrastreifen, dabei sind diese Faktoren die Nummer eins der Unfallursachen im Bereich des Straßenverkehrs.

    Zu Unfällen mit dem Rad kommt es nach der Meinung von Unfallforschern vermehrt durch das Befahren von der falschen Fahrbahnseite oder dem betrunken fahren. Besonders oft sind Radfahrer das Opfer von Abbiegeunfällen. Für diese Unfälle sind in der Regel die Autofahrer schuld, denn diese Achten viel zu selten auf die Fahrradfahrer. Die offiziellen Statistiken des Bundesverkehrsministeriums bestätigen dies, denn bei Unfällen von Radfahrern und Autofahrern sind in den Fällen nur 28 Prozent der Radler schuld.

    Natürlich gibt es aber auch einige Kampfradler, die im Vorfeld damit rechnen, dass die Autofahrer zurückziehen würden. Ein solcher Unfall mit einem Radfahrer vor Gericht würde dem Autofahrer nicht gerade rosig bekommen.

    Nach Ramsauer ist die Aggressivität, welche ein Fahrradrowdy an den Tag legt, nicht mehr steigerungsfähig. Viele Radfahrer legen sich alltägliche Verkehrsregeln selbstgerecht hin. So würden Radler nicht nur vermehrt über rote Ampeln fahren, nein sie fahren auch gegen die vorgeschriebene Richtung von Einbahnstraßen. Auch seien viele Fahrradfahrer einfach uneinsichtig, denn sie empfinden die Straßenverkehrsordnung nur für sinnvoll, solange diese ihr eigenes Wohl schütze.
     
    Nach aktuellen Studien besitzen knapp 90 % aller Fahrradfahrer einen Autoführerschein und trotzdem würde sich nur ein Teil der Radler an die Regeln der Verkehrsordnung halten. Nach der Aussage des ADAC solle man sich aber nicht gezielt auf eine Gruppe der Verkehrsteilnehmer beziehen. Denn schließlich gäbe es auch unter den Autofahrern und unter den Fußgängern Verkehrsdelikte. Der ADAC fordert daher eine stärkere Kontrolle und strengere Bußgeldvergabe seitens der Polizei für alle Verkehrsteilnehmer. Ob sich eine härtere und strengere Verfolgung sowie Bestrafung der Kampfradler durchsetzen wird, ist bisher noch ungewiss. Mit Sicherheit wird der Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer sich weiterhin um dieses Thema bemühen.
     

     





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