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    Die Geschichte des Fahrrads

    Etwa 70 Millionen Fahrräder besitzen die Deutschen und einige davon werden täglich genutzt. Doch so alt ist der Drahtesel gar nicht, wie es manchmal scheint. Vor rund 150 Jahren wurde das Prinzip des uns bekannten Fahrrades erst erfunden.

    Der Vorläufer des Fahrrades: die Draisine
    Zum Beginn des 19. Jahrhundert entwickelte Freiherr Karl Ludwig Drais von Sauerbronn (1785-1851) eine vierrädrige Laufmaschine und damit das erste mechanische Verkehrsmittel. Die damalige Draisine bestand aus einem Balken und vier Rädern. In der Mitte, auf dem Balken, saß der Fahrer. Um das Gefährt anzutreiben, musste der Fahrer sich – ähnlich wie bei einem Tretroller – mit Beinkraft vom Boden abstoßen. Die Draisine wurde aus der Not heraus erfunden: Man brauchte Fahrzeuge, die ohne Pferdekraft angetrieben werden konnten, denn durch den Ausbruch des Vulkans Tambora (1816/17) kam es zu Ernteausfällen mit der Folge, das Hafer für Pferde unbezahlbar war.

    1817 verfeinerte Drais die Draisine. Er verzichtete auf vier Räder und entwickelte das erste Zweirad, das sogenannte Laufrad, welches Drais patentieren lies. Mit dem Laufrad konnte man etwa die dreifache Geschwindigkeit eines Fußgängers erreichen, dennoch stieß diese Erfindung auf keine große Nachfrage.

    Seit dem Beginn des 21. Jahrhunderts erfreut sich das Laufrad bei Kleinkindern großer Beliebtheit und Anerkennung, die Drais verwehrt blieb – Karl Drais starb in einem Karlsruher Armenhaus.

    Das Hochrad
    Als der Franzose Pierre Michaux (1813-1883) Tretkurbeln an sein Laufra anbrachte, erfand dieser die Pedale. Damals waren die Pedale aber noch starr mit der Radachse verbunden – somit musste man viel Kraft aufwenden, da eine Drehung der Pedale eine Drehung des Rade entsprach. Um die Geschwindigkeit zu erhöhen, wurde das Vorderrad vergrößert. So saß der Fahrer über dem Vorderrad. Doch von Perfektion konnte man hier noch nicht sprechen, der Sitz befand sich in einer Höhe von 1,50 Metern, somit kam es oft zu Problemen beim Auf- und Absteigen – wenn nicht auch zu schlimmen Verletzungen.

    Das Niederrad – unser heutiges Fahrrad
    Durch die Fahrradkette konnte die Kraft von den Pedalen schließlich auf das Hinterrad gelenkt werden und somit hatten die großen vorderäder ausgedient. Schließlich eroberte das Niederrad, also unser Drahtesel, den Massenmarkt und ist heute ein unerlässliches Verkehrsmittel.
     





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